
Rollenspiel · 2021 · Iron Gate AB · online
Valheim
Zu zweit eine Wikingerwelt urbar machen: Bäume fällen, Halle bauen, aufs Meer hinaus.
Worum es geht
Ihr landet in einer nordischen Welt mit nichts als einer Fackel. Von dort geht es los: Äste sammeln, ein Dach über den Kopf bekommen, etwas zu essen finden, bevor es dunkel wird. Aus der Notunterkunft wird eine Halle, aus dem Floß ein Langschiff.
Die Welt ist in Zonen geteilt, die von innen nach außen härter werden — Wiese, Wald, Sumpf, Berge. Jede bringt eigene Gegner, eigene Rohstoffe und am Ende einen Boss, dessen Trophäe die nächste Stufe aufschließt. Gebaut wird frei, mit einem Statiksystem: Was zu weit übersteht, fällt ein — meist in dem Moment, in dem der andere darunter steht.
Zu zweit teilt ihr euch dieselbe Welt und meistens auch die Arbeit. Einer bleibt beim Bauen, einer geht auf Rohstoffsuche — oder ihr segelt zusammen los und stellt fest, dass ihr das Meer unterschätzt habt.
Unser Fazit für Paare
Ihr fangt mit einem Stein und einem Stück Holz an, und ein halbes Jahr später steht dort eine Halle mit Dachstuhl, ein Hafen und ein Schiff, das ihr selbst gebaut habt. Die Rollen verteilen sich dabei von allein: Einer wird zum Baumeister, einer zieht los und bringt mit, was fehlt, und abgesprochen hat das nie jemand. Der Anfang ist ungnädig, und die ersten Abende bestehen aus Frieren, Hunger und einem Eber, der schneller läuft als ihr. Wer das übersteht, hat eine Welt, die sonst niemandem gehört. Nur der Marsch zurück zur eigenen Leiche wird nie kürzer, und daran ändert sich bis zum Schluss nichts.
Pros
- Jeder findet seine Rolle: Bauen, Kämpfen, Segeln
- Schwierigkeit einstellbar, wenn ihr unterschiedlich geübt seid
- Die Welt bleibt stehen, auch wenn nur einer online ist
Cons
- Kein lokaler Koop
- Der Anfang ist ungnädig
- Nach dem Tod erst der Marsch zur Leiche
Geeignet ab
Hobby
- Streitpotenzial
- Lebhaft
- Gemütlichkeitsfaktor
- Wechselhaft
- Wann man aufhören kann
- Jederzeit
- Wie lange es trägt
- Über 40 Stunden
Das sagen andere Coop-Liebhaber
Was die Community schreibt, liest sich wie eine Sammlung gemeinsamer Erinnerungen, nicht wie eine Bewertung: Wer hier schreibt, erzählt vom Haus, das sie zusammen gebaut haben, vom Schiff, das gesunken ist, und von der Nacht, in der alles schiefging. Auffällig oft steht dabei, wie gut sich das Spiel anfühlt, wenn ihr unterschiedlich geübt seid — die einstellbare Schwierigkeit wird ausdrücklich gelobt, und die Rollen verteilen sich von selbst zwischen Bauen, Kämpfen und Segeln. Die andere Seite: Sterben ist teuer. Der Marsch zurück zur eigenen Leiche kommt als Ärgernis regelmäßig vor, und im späteren Spielverlauf wird der Ton merklich schärfer.
- „Mir gefällt, dass man die Schwierigkeit an die eigene Spielweise anpassen kann.“
- „Ein entspanntes Survival-Spiel gekauft — und dann 47 Stunden lang ein Haus gebaut, von einer Mücke ermordet worden und mit den anderen darüber gestritten, wer schuld war.“
- „Sterben, losziehen, um die Sachen zu holen, unterwegs wieder eins auf die Mütze kriegen, von vorn.“
Maschinell aus 60 Steam-Rezensionen zusammengefasst, nicht redaktionell geschrieben. Die Zitate stehen wörtlich so in den Rezensionen – auf Deutsch übersetzt, im Original nachlesbar.
Wenn euch das gefällt
Läuft auf denselben Geräten wie dieses Spiel.

Gemeinsam den nächsten Winter überstehen. Erklärt wird nichts, gestorben wird oft.

Grounded
Auf Ameisengröße geschrumpft im eigenen Hinterhof: Der Rasensprenger ist jetzt eine Naturkatastrophe.

Terraria
Eine zweidimensionale Welt ausgraben, bebauen und Stück für Stück von ihren Bossen befreien.

The Lord of the Rings: War in the North ungeprüft
Ein Mittelerde-Rollenspiel für drei, das auf dem PC endlich den geteilten Bildschirm bekommt.
Dazu im Magazin
- Ratgeber
Zwei Stunden, mehr nicht
Wie lang ein Spiel ist, sagt fast nichts darüber, ob ihr es an einem Dienstagabend anfangen könnt. Die entscheidende Frage ist eine andere — und sie führt zu überraschenden Empfehlungen.
- Ratgeber
Wenn ihr beide gut seid
Fast jede Koop-Empfehlung ist für ungleiche Paare geschrieben — unsere letzte auch. Für zwei geübte Leute dreht sich das Problem um: Es fehlt nicht die Schwierigkeit. Es fehlt, dass ihr euch braucht.
