
Abenteuer · 2020 · Thunder Lotus · lokal
Spiritfarer
Ein Boot, das Verstorbene ins Jenseits bringt, und eine Katze, die dabei hilft.
Worum es geht
Stella übernimmt das Amt der Fährfrau: Sie holt Verstorbene ab, bringt sie auf ihr Boot und begleitet sie, bis sie bereit sind, durch das Tor ins Jenseits zu gehen. Bis dahin wohnen sie an Bord, und jeder von ihnen will etwas — ein eigenes Haus, ein bestimmtes Essen, ein letztes Gespräch.
Das Boot wird dafür Stück für Stück ausgebaut: Küche, Weberei, Sägewerk, Garten. Zwischen den Inseln wird geangelt, Erz geschmolzen, Wolle gesponnen und gekocht. Es gibt keine Gegner, keine Uhr und keinen Weg, etwas unwiderruflich falsch zu machen.
Zu zweit spielt der zweite Mensch die Katze Daffodil. Sie läuft mit, hilft beim Ernten und kann umarmen — die Werkbänke, die Dialoge und die Entscheidungen bleiben aber bei Stella. Gespielt wird an einem Bildschirm mit einer Kopie, über Remote Play Together auch über Distanz.
Unser Fazit für Paare
Der zweite Spieler ist eine Katze, und das ist kein Scherz, sondern die Bauform: Daffodil läuft mit, springt mit, erntet, umarmt — aber die Werkbänke, die Gespräche und alle Entscheidungen bleiben bei Spieler eins. Was zunächst nach einem halben Koop klingt, ist in Wahrheit die freundlichste Lösung für ein sehr ungleiches Paar: Der eine führt, der andere sitzt daneben, redet mit, sammelt auf und lässt die Katze durchs Bild springen, ohne je an einer Steuerung zu scheitern. Wer noch nie einen Controller in der Hand hatte, ist hier nach zwei Minuten dabei. Das Spiel darum herum ist die ruhigste Stunde, die ihr zusammen haben könnt: warme Farben, kein Zeitdruck, kein Scheitern, und am Ende jeder Geschichte ein Abschied, der wirklich weh tut. Nur wer zwei gleich starke Rollen erwartet, sollte das vorher wissen.
Pros
- Eine Kopie reicht für euch beide
- Die Katzenrolle passt, wenn einer viel weniger spielt
- Man kann nichts falsch machen und nichts verlieren
Cons
- Werkbänke und Gespräche bedient nur der erste Spieler
- Die Wege über die Karte werden mit der Zeit lang
- Das Sammeln und Liefern wiederholt sich
Geeignet ab
Anfänger
- Streitpotenzial
- Entspannt
- Gemütlichkeitsfaktor
- Sehr gemütlich
- Wann man aufhören kann
- Jederzeit
- Wie lange es trägt
- 15–40 Stunden
Das sagen andere Coop-Liebhaber
Auffällig ist hier vor allem, worüber nicht geschrieben wird: Über den Koop verliert in den Rezensionen praktisch niemand ein Wort. Was gelobt wird, ist die Geschichte, die Handzeichnung und die Musik, und ungewöhnlich oft steht dort, dass am Ende geweint wurde. Der wiederkehrende Einwand trifft dagegen genau den Teil, den ihr zu zweit macht: Das Sammeln, Kochen und Liefern empfinden manche als Fleißarbeit, die sich für die Geschichte hinzieht.
- „Schöne Figuren und Geschichten, tolle Gestaltung. Sehr angenehm und gemütlich — für ein Spiel, in dem es ums Sterben geht.“
- „Ein wunderbares kleines gemütliches Spiel. Wer erzählte Spiele mit kleinen Nebenaufgaben mag, sollte es probieren — nur auf Gefühle sollte man gefasst sein.“
- „Die Geschichte mag gut sein, aber so viel stumpfe Wiederholung hatte ich lange nicht. So viel Hausarbeit für eine gute Geschichte ist mir zu viel.“
Maschinell aus 60 Steam-Rezensionen zusammengefasst, nicht redaktionell geschrieben. Die Zitate stehen wörtlich so in den Rezensionen – auf Deutsch übersetzt, im Original nachlesbar.
Wenn euch das gefällt
Läuft auf denselben Geräten wie dieses Spiel.

Pikmin 4
Ein Trupp winziger Pflanzenwesen räumt einen Garten leer, und die Sonne geht unter.

Eine Welt aus Würfeln, die euch beiden gehört und in der nichts verlorengeht.

Ein Raumschiff mit mehr Stationen, als zwei Leute gleichzeitig bedienen können.

Vierzehn Berufe auf einer Insel, die ihr aufbaut, dazu eine Zeitreise in ein Zeitalter, das ihr auch aufbaut.
Dazu im Magazin
- Ratgeber
Zwei Stunden, mehr nicht
Wie lang ein Spiel ist, sagt fast nichts darüber, ob ihr es an einem Dienstagabend anfangen könnt. Die entscheidende Frage ist eine andere — und sie führt zu überraschenden Empfehlungen.
- Ratgeber
Wenn einer von euch nie spielt
Der übliche Rat lautet: nehmt etwas Einfaches. Er ist falsch, und zwar aus beiden Richtungen. Was wirklich hilft, sind vier Bauformen — und eine Gegenliste.
