
Abenteuer · 2017 · Larian Studios · lokal · online
Divinity: Original Sin 2
Ein rundenbasiertes Rollenspiel, in dem die Umgebung gefährlicher ist als jede Waffe — und ihr euch gegenseitig hereinlegen dürft.
Worum es geht
Ihr strandet als Gefangene auf einer Insel, weil ihr eine Magie beherrscht, die dort verboten ist. Was daraus wird, entscheidet ihr weitgehend selbst: Jede Figur hat eine eigene Vorgeschichte, eigene Ziele und eigene Gründe, den anderen zu hintergehen.
Gekämpft wird rundenweise auf einem Raster, und der eigentliche Reiz liegt in der Umgebung. Öl brennt, Wasser leitet Strom, Regen löscht Feuer, Gift verwandelt sich in eine Explosion. Fast jeder Kampf lässt sich auf mehreren völlig verschiedenen Wegen gewinnen.
Zu zweit steuert jeder eine eigene Figur, und ihr könnt euch trennen: Einer verhandelt in der Stadt, während der andere ein Lager ausräumt. In Gesprächen wird zwischen euch ausgewürfelt, wessen Meinung zählt — das Spiel rechnet mit Uneinigkeit.
Unser Fazit für Paare
Ein Raum voller Fässer, und einer von euch hat gerade Feuer gelegt: Das ist kein Missgeschick, sondern das Kampfsystem. Öl brennt, Wasser leitet Strom, Gift geht hoch, und wer zuerst zu Ende denkt, gewinnt den Zug. Weil beide eigene Aufträge annehmen und getrennte Wege gehen dürfen, kann einer dem anderen eine Geschichte zerschießen, bevor der überhaupt davon weiß — das Spiel findet das ausdrücklich in Ordnung. Wer von Baldur's Gate 3 kommt, sollte wissen, dass dieses hier spürbar weniger verzeiht: Das Rüstungssystem lässt sich nicht überreden, und hundert Stunden bleiben hundert Stunden.
Pros
- Riesige Kampagne komplett im Koop
- „Lone Wolf“ ist ausdrücklich für zwei gebaut
- Ihr könnt getrennte Wege gehen
Cons
- Braucht viele lange Abende
- Das Rüstungssystem verzeiht wenig
- Einer kann dem anderen Aufträge verderben
Geeignet ab
Gamer
- Streitpotenzial
- Hitzig
- Gemütlichkeitsfaktor
- Wechselhaft
- Wann man aufhören kann
- Erst nach über einer Stunde
- Wie lange es trägt
- Über 40 Stunden
Das sagen andere Coop-Liebhaber
Die Community sieht dieses Spiel derzeit stark von Baldur's Gate 3 aus: Sehr viele kommen von dort her, und das Urteil fällt fast immer ähnlich aus — dieselbe Handschrift, kantiger, taktisch anspruchsvoller. Gelobt werden vor allem die Freiheit beim Bauen einer Figur und Kämpfe, in denen die Umgebung wichtiger ist als die Waffe. Die Einwände drehen sich um den Umfang und darum, dass die Welt Konflikte belohnt, wo man sie nicht immer suchen möchte.
- „Dieses Spiel bringt einen dazu, wirklich über die Umgebung nachzudenken. Man will die Gegend und die Elemente nutzen, um sich einen Vorteil zu verschaffen.“
- „Koop-Durchgänge im Lone-Wolf-Modus gehören ehrlich gesagt zu meinen liebsten in diesem Spiel.“
- „Das Spiel neigt viel zu stark zur Mordlust-Seite von Pen-and-Paper-Rollenspielen.“
Maschinell aus 60 Steam-Rezensionen zusammengefasst, nicht redaktionell geschrieben. Die Zitate stehen wörtlich so in den Rezensionen – auf Deutsch übersetzt, im Original nachlesbar.
Wenn euch das gefällt
Läuft auf denselben Geräten wie dieses Spiel.

Gemeinsam den nächsten Winter überstehen. Erklärt wird nichts, gestorben wird oft.

Grounded
Auf Ameisengröße geschrumpft im eigenen Hinterhof: Der Rasensprenger ist jetzt eine Naturkatastrophe.

Terraria
Eine zweidimensionale Welt ausgraben, bebauen und Stück für Stück von ihren Bossen befreien.

Valheim
Zu zweit eine Wikingerwelt urbar machen: Bäume fällen, Halle bauen, aufs Meer hinaus.
Dazu im Magazin
- Ratgeber
Zwei Stunden, mehr nicht
Wie lang ein Spiel ist, sagt fast nichts darüber, ob ihr es an einem Dienstagabend anfangen könnt. Die entscheidende Frage ist eine andere — und sie führt zu überraschenden Empfehlungen.
- Ratgeber
Wenn ihr beide gut seid
Fast jede Koop-Empfehlung ist für ungleiche Paare geschrieben — unsere letzte auch. Für zwei geübte Leute dreht sich das Problem um: Es fehlt nicht die Schwierigkeit. Es fehlt, dass ihr euch braucht.
