
Abenteuer · 2024 · Anegar Games · lokal · online
Chained Together
Zwei Menschen, eine Kette, ein Turm nach oben. Wer fällt, nimmt den anderen mit.
Worum es geht
Zwei Gestalten hängen an einer Kette und sollen aus der Hölle nach oben klettern. Der Turm besteht aus Plattformen, Vorsprüngen und Lücken, und die Kette dazwischen ist ein echtes Objekt mit Länge und Gewicht: Sie spannt sich, sie schleift nach, und sie zieht.
Daraus entsteht die ganze Aufgabe. Ein Sprung geht nur, wenn der andere Halt gibt oder gleichzeitig springt. Wer abrutscht, nimmt den anderen mit nach unten, und weiter unten war man vor einer halben Stunde schon einmal.
Gespielt wird zu zweit bis zu viert, am geteilten Bildschirm mit einer Kopie oder online. Es gibt zusätzliche Modi mit steigender Lava, in denen der Druck von unten kommt statt von der eigenen Ungeschicklichkeit.
Unser Fazit für Paare
Die Kette ist keine Metapher, sondern ein physikalisches Objekt: Sie hat Länge, sie hat Gewicht, und sie zieht. Wer springt, reißt den anderen mit, und wer daneben tritt, nimmt ihn nach unten mit — nicht symbolisch, sondern über hundert mühsam erkletterte Meter. Genau darauf ist alles ausgelegt, bis hin zum Fünf-Euro-Preis und den vier bis fünf Stunden Spielzeit; das hier will kein Vorhaben sein, sondern ein Samstagabend, an dem ihr euch anschreit und danach lacht. Ob das für euch funktioniert, entscheidet eine einzige Frage: Könnt ihr beide über den Fehler des anderen lachen, wenn er euch eine halbe Stunde kostet? Wer da zögert, sollte lieber Escape Simulator nehmen.
Pros
- Am geteilten Bildschirm reicht eine Kopie
- Sehr günstig für zwei volle Abende
- Nach einer Minute verstanden
Cons
- Der Fehler des einen kostet beide dieselbe halbe Stunde
- Nach fünf Stunden ist es vorbei
- Weder deutscher Text noch deutsche Sprachausgabe
Geeignet ab
Hobby
- Streitpotenzial
- Beziehungstest
- Gemütlichkeitsfaktor
- Aufreibend
- Wann man aufhören kann
- Erst nach über einer Stunde
- Wie lange es trägt
- Unter 5 Stunden
Das sagen andere Coop-Liebhaber
Selten ist eine Gemeinde so einig darüber, was ein Spiel mit einem macht: Es wird gelacht, es wird geflucht, und in ungewöhnlich vielen Rezensionen steht wörtlich, dass man Freundschaften überdacht hat. Gelobt werden der niedrige Preis und die Erkenntnis, dass ein Wutspiel funktioniert, wenn der Wutanteil gerecht verteilt ist. Der wiederkehrende Einwand ist genau die Kehrseite: Wer an jemanden gerät, der nicht zuhört, spielt dieselbe Passage zehnmal — und mehrere schreiben, dass sie nach ein paar Stunden aufgehört haben.
- „Sehr unterhaltsames Koop-Spiel. Wer zwei Abende voller Gelächter verbringen will, wird nicht enttäuscht.“
- „Genau der richtige Schwierigkeitsgrad für ein Wutspiel. So viel gelacht habe ich beim gemeinsamen Spielen lange nicht.“
Maschinell aus 60 Steam-Rezensionen zusammengefasst, nicht redaktionell geschrieben. Die Zitate stehen wörtlich so in den Rezensionen – auf Deutsch übersetzt, im Original nachlesbar.
Wenn euch das gefällt
Läuft auf denselben Geräten wie dieses Spiel.

Zwei wackelige Gummipuppen lösen Rätsel in Traumlandschaften — wobei das Herunterfallen den größeren Teil ausmacht.

Terraria
Eine zweidimensionale Welt ausgraben, bebauen und Stück für Stück von ihren Bossen befreien.

Turnip Mountain ungeprüft
Ein Kletterspiel, bei dem ihr euch zu zweit eine Figur teilt — je einen Arm.

Ein handgemaltes Jump-and-Run, in dem Danebenspringen nichts kostet außer einer Sekunde.
Dazu im Magazin
- Ratgeber
Zwei Stunden, mehr nicht
Wie lang ein Spiel ist, sagt fast nichts darüber, ob ihr es an einem Dienstagabend anfangen könnt. Die entscheidende Frage ist eine andere — und sie führt zu überraschenden Empfehlungen.
- Ratgeber
Wenn ihr beide gut seid
Fast jede Koop-Empfehlung ist für ungleiche Paare geschrieben — unsere letzte auch. Für zwei geübte Leute dreht sich das Problem um: Es fehlt nicht die Schwierigkeit. Es fehlt, dass ihr euch braucht.
